Veranstaltungen
Geschrieben von arno am 8. Februar 2010 | Abgelegt unter
Das für letzten Frühsommer von mir angekündigte Seminar ‘In Stille der Natur begegnen 3′ in der Eifel ist ja leider ausgefallen.
Felix von der Wildnisschule
und ich haben nun für Mai diesen Jahres eine neue Tour im Raum Nationalpark Eifel geplant:
‘Wildniswanderung in der Eifel’ vom 13. – 15. Mai 2011
Unsere Wildniswanderung führt in kleiner Gruppe für einige Tage und Nächte hinaus in die freie Natur. Wir wandern genussvoll machbare Strecken, verweilen an schönen Plätzen und befassen uns zwischendurch mit Wahrnehmung, Naturkunde und Survival. Der Fokus liegt darauf, den Alltag für diese Zeit ruhen zu lassen und sich für die stillen und kraftvollen Augenblicke zu öffnen, die ein längerer Aufenthalt in der Natur für uns bereithalten kann. So gelangen wir zu intensiven neuen Erfahrungen und schöpfen neue Kraft -> http://www.draussenzeit.de/Angebote.html#Wanderungen
Wenn ihr weitere Informationen braucht, meldet euch bei draußenzeit oder mir.
‘In Stille der Natur begegnen 3′ vom 16. – 20. Juni 2010
Hiermit lade ich ein, mich von Mittwoch/16.Juni abends bis Sonntag/20.Juni mittags bei meinen Wanderungen und Meditationen im Nationalpark Eifel, meiner Heimat, zu begleiten.
Es ist die Zeit kurz vor der Sonnenwende. Zwischen Auf- und Untergang der Sonne liegen 16 1/2 Std. und wirklich dunkel wird’s nur zwischen ca. 23.00 Uhr und dem Beginn der Morgendämmerung um ca. 4.00 Uhr. Die Natur ist auf dem Höhepunkt ihrer Aktivität, es wächst und grünt und brütet und tönt und wir sind mittendrin.
Wir werden wandernd, meist in Stille, die Seen, Wälder und die offene Hochebene des Nationalparks und ihre Natur erkunden. Wahrscheinlich max. 10-12 km pro Tag, da wir viel meditieren werden. Dabei werden wir zwischen der Einzel-Übung ‘Sitzplatz’ aus der Wildnispraxis, dem Stillen Sitzen in der Gruppe und angeleiteten Natur-Meditationen aus Mark Colemans Buch ‘Awake in the Wild’ variieren.
Wir verbringen so die langen Tage mit Gängen, Übungen, Meditationen und der einen oder anderen naturkundlichen Einheit, unterbrochen von Ess-, Ruhe- und Schlafpausen. Und, selbst wenn es nachts nur wenig Mondlicht geben wird, da der Mond bis zum 19. Juni gerade mal sein erstes Viertel zurück gewonnen hat, sind die Nächte da draussen zum Verschlafen viel zu schade.
Das gibt uns die Möglichkeit der Natur im späten Frühling intensiv zu begegnen, uns selbst und unsere Beziehung zur Natur zu untersuchen, oder einfach nur die Stille zu genießen.
Die Übernachtung wird im Freien stattfinden, sollte das Wetter aber allzu ungünstig sein, werde ich überdachte Schlafplätze organisieren.
Details über Orte, Anreisemöglichkeiten, Treffpunkte, Beteiligung an den Kosten für Verpflegung, Bus- oder Schiffstransfers und evtl. Unterkunft, etc. werden, sobald sie feststehen, bei Interesse gerne mitgeteilt.
Start- und Endpunkt wird voraussichtlich der Bahnhof Heimbach/Eifel sein. Teilnahme ist für den ganzen Zeitraum, aber auch für einzelne Tage möglich, jeweils von Abend zu Abend.
‘In Stille der Natur begegnen 2′ am 11. Oktober `09
Gestern haben 7 Teilnehmer und die beiden Seminarleiter Conny und ich bei überraschend “gutem Wetter” einen Tag im Wald rund um das Camp der Wildnisschule verbracht. Wir hatten mit dauernden Regengüssen gerechnet und schon zu Beginn ein Lagerfeuer entzündet, um dorthin, durchnässt und durchgefroren, zum Aufwärmen zurückkehren zu können. Aber, es kam ganz anders.
Bis auf die Mittagspause waren wir die ganze Zeit unterwegs und viele der Teilnehmer haben die Übungen rund um den ‘Fuchsgang’ zum größten Teil barfuss mit uns durchgeführt, um in Kontakt mit dem Boden zu sein und eine gute Balance zu haben.
Es hat viel Spaß gemacht und es war spannend zu erleben, wie Sinnes- und Wahrnehmungsübungen die Menschen berühren und auf wie unterschiedliche Weise. Ein Teilnehmer tauchte durch die verschiedenen Übungen stark in Erinnerungen ein, bei einer Teilnehmerin führte die Reduzierung des Hörsinns (mit Oropax) zu einer besseren Selbstwahrnehmung (man hört sehr stark die Körperinnengeräusche), bei anderen zu einer erhöhten Sensibilität des Tastsinns (Barfussgang) und wieder andere erlebten diese Übung, trotz weiterhin vorhandenem Sehsinn, wie getrennt von der Welt.
Alles war feucht bis nass. Der meist bedeckte Himmel sorgte für sehr dunkle, eindrückliche Lichtstimmungen im Wald. Ich erinnere einen Gang durch hohen, fast hallenartigen Fichtenwald, ein Licht, wie ich mir’s früh morgens vor Sonnenaufgang in einer gotischen Kathedrale vorstelle.
Wir trafen tannengrüne Frösche auf dem Weg ins tiefe Laubstreu, ihrem Winterquartier, bewunderten vielgestaltige Pilze, tauchten unsere Nasen in die erdige Gerüche des Waldes und liessen uns von herbstlichen Farben anstrahlten, die wegen des diffusen Lichts “wie aus sich heraus” leuchteten. Erst gegen Ende, während wir jeder für sich auf unseren ‘Sitzplätzen’ saßen, prasselte der Regen auf uns herab. Ich saß auf einem Abhang neben einem der Ausgänge eines Fuchsbaus(vielleicht auch Dachs?), schaute zwischen den graubraunen hohen Fichtenstämmen auf hindurchschimmerndes dunkles Grün und genoss den Klang des Regens auf Laub, Boden und Wachsjacke, bis Conny die Übung abbrach. Jetzt war es wohl doch zu nass und wir kehrten zur abschließenden Runde ans Feuer zurück.
Vielen Dank an die Teilnehmer, dass sie sich zu dieser Jahreszeit noch zu einem “Outdoor-Seminar” getraut haben!
‘In Stille der Natur begegnen 1′ am 26. April `09
Bei traumhaften Frühlingswetter hatten wir am 26. April ein schönes Seminar auf dem Gelände der Natur- und Wildnisschule in Halle/Westfalen. Morgens in der Früh war es noch etwas frisch, als aber die Sonne um die Ecke kam, mußten wir uns sogar in den Schatten der frischgrünen Birken setzen.
Es war das Abschlußseminar meiner Weiterbildung Naturpädagogik bei der Naturschule Freiburg. Die befreundete Wildnispädagogin Conny war als zweite Leitung dabei und 13 gutgelaunte Teilnehmer.








